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KoranĂźbersetzung
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Eine KoranĂźbersetzung ist die inhaltliche Wiedergabe des Korans in einer anderen Sprache als der arabischen Ausgangssprache. Eine absolut eindeutige Ăbersetzung in andere Sprachen ist, wie bei allen Ăbersetzungen, unmĂśglich, weil jede Ăbersetzung zugleich eine Interpretation ist. Daher, und wegen entsprechend lautender Suren, wird von islamischen Theologen das Studium des Korans im arabischen Originaltext empfohlen.cite-ref-1[1]
Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnet der Koran den Text an sich, auch in seinen Ăbersetzungen. FĂźr viele Muslime hingegen ist das Wort Koran reserviert fĂźr den Text in arabischer Schrift, wobei es je nach sog. Lesart des Korans Abweichungen gibt (siehe auch Koran#Die Sammlung des Korans). Eine Ăbersetzung wird bei diesem engeren Begriffsverständnis meist als âErläuterung des Korantextesâ oder âBedeutung des Koransâ bezeichnet. Dies kann beim Leser, der einen Korankommentar oder eine Ăbersetzung sucht, zu Irritationen fĂźhren.
Contents
⢠Rßckert (1888)
⢠Henning (1901)
⢠Paret (1966)
⢠Rassoul (1986)
⢠Khoury (1987)
⢠Zaidan (2000)
⢠Zirker (2003)
⢠Karimi (2009)
⢠Bobzin (2010)
⢠Ullmann (1840)
⢠Rßckert (1888)
⢠Henning (1901)
⢠Ahmadiyya (1954)
⢠Paret (1966)
⢠Rassoul (1986)
⢠Khoury (1987)
⢠Zaidan (2000)
⢠Zirker (2003)
⢠Bobzin (2005)
⢠Weidner (2007)
⢠Karimi (2009)
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Ăbersetzungen
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte der Ăbersetzung
Aus byzantinischer Zeit sind Fragmente einer griechischen KoranĂźbersetzung erhalten,cite-ref-2[2] doch wurde er in Europa erst durch eine lateinische Ăbersetzung bekannt, die der cluniazensische Abt Petrus Venerabilis 1143 in Auftrag gab. Das Werk wurde in der Ăbersetzerschule von Toledo in Spanien von dem Engländer Robert von Ketton, Peter von Toledo, dem MĂśnch Hermann von Carinthia und dem Sarazenen Mohammed angefertigt. Diese Ăbersetzung wurde erstmals 1543 in einer Bearbeitung des ZĂźrcher Theologen Theodor Bibliander in Basel gedruckt. Von Kettons Ăbersetzung orientiert sich bei schwierigen oder unklaren Stellen im Koran an der damaligen muslimischen Exegese, wie sie in Tafsir-Werken greifbar ist. Die ketton'sche KoranĂźbersetzung ist â abgesehen von kurzen Fragmenten â die älteste erhaltene Ăbersetzung des Korans in eine andere Sprache Ăźberhaupt. Sie diente als Vorlage fĂźr Ăbersetzungen ins Deutsche, Niederländische und Italienische. Eine bessere Ăbersetzung ins Lateinische aus der Ăbersetzerschule von Toledo stammt von Marcus von Toledo (1209/1210).cite-ref-3[3]
Kurz vor seinem Tode Ăźbersetzte Johannes von Segovia zusammen mit Yça Gidelli (ʿĪsÄ ibn ÇŚÄbir) wegen der Unzulänglichkeiten der älteren Ăbersetzungen Robert von Kettons den Koran vom Arabischen ins Spanische und vom Spanischen ins Lateinische. Diese Ăbersetzung ist nicht mehr erhalten.
1616 erschien in NĂźrnberg die erste deutsche KoranĂźbersetzung von Salomon Schweigger, auf 267 Seiten. Sie trug den Titel Alcoranus Mahumeticus, das ist: Der TĂźrcken Alcoran, Religion und Aberglauben und war eine Ăbersetzung aus dem Italienischen, die wiederum auf der lateinischen Ăbersetzung beruhte.
Erst im Jahre 1647 erschien die erste direkte Ăbersetzung, und zwar in das FranzĂśsische. Der Ăbersetzer, AndrĂŠ du Ryer (â 1688), hatte lange Zeit als franzĂśsischer Konsul in der Levante gelebt. Er zog fĂźr diese Version auch muslimische Korankommentare hinzu.
Eine weitere bedeutende Ăbersetzung erschien 1698 in Padua durch den Pater Ludovico Marracci (1612â1700). Seine Ausgabe enthält den arabischen Text mit einer lateinischen Version nebst Anmerkungen zum Textverständnis und einer ZurĂźckweisung (refutatio) aus rĂśmisch-katholischer Sicht. Marracci, Ăźbrigens Beichtvater von Papst Innozenz XI., musste sich gegen den Einwand wehren, dass bereits Papst Alexander VII. es verboten hatte, den Koran zu drucken oder in andere Sprachen zu Ăźbersetzen.cite-ref-4[4] Maraccis Ăbersetzung wurde 1703 von David Nerreter (1649â1726) ins Deutsche Ăźbertragen.
Auf Deutsch kam 1746 eine weitere Ăbersetzung heraus, die von Theodor Arnold angefertigt worden war. Dies war eine Ăbersetzung der englischen Ăbersetzung von George Sale (1697â1736) von 1734. Von Bedeutung ist sie, weil Johann Wolfgang Goethe sie fĂźr den West-Ăśstlichen Diwan verwendete.
Eine erste deutsche Ăbersetzung direkt aus dem Arabischen erstellte David Friederich Megerlin (1699â1778) 1772 unter dem Titel Die tĂźrkische Bibel, oder der Koran neben einem Kupferstich von Mahumed, der falsche Prophet. Goethe bezeichnete sie Ăśffentlich als âelende Produktionâ. Megerlin ging es darum, den Koran als âLĂźgen- und Fabelbuchâ zu entlarven. 1773 kam die Ăbersetzung des Quedlinburger Hofpredigers Friedrich Eberhard Boysen heraus (zweite verbesserte Ausgabe in Halle 1775), die 1828 vom Orientalisten Samuel Friedrich GĂźnther Wahl (1760â1834) Ăźberarbeitet wurde. Alle diese bisherigen Ăbersetzungen ins Deutsche spiegelten stark Vorbehalte wider.
1798 versuchte Johann Christian Wilhelm Augusti (1772â1841) in dem von ihm herausgegebenen Auszug aus dem Koran die poetische Wirkung des Originals zu erhalten. HierfĂźr fertigte er seine Ăbersetzung in fĂźnffĂźĂigen Jamben an. Mehr Erfolg hatte der Wiener Orientalist Josef von Hammer-Purgstall, ein Lehrer Goethes wie von Friedrich RĂźckert (s. u.), dessen AuswahlĂźbersetzung 1888 als bisher bester Versuch gilt, den poetischen Charakter des Originals nachzuahmen.cite-ref-5[5]
Eine weitere Ăbersetzung stellt die von Ludwig Ullmann dar, einem jĂźdischen Gelehrten des 19. Jahrhunderts.cite-ref-6[6] Dieser Ăźbersetzte 1840 den Koran ins Deutsche.cite-ref-7[7] Neu bearbeitet wurde diese Ăbersetzung von Leo Winter in den 1950er-Jahrencite-ref-8[8] und ist heute noch erhältlich.cite-ref-9[9]
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat brachte Koran-Ăbersetzungen in vielen verschiedenen Sprachen heraus. Der Ăbersetzung steht der arabische Originaltext gegenĂźber. Von ihr stammt auch die erste von Muslimen angefertigte KoranĂźbersetzung ins Deutsche.
Ein Muslim deutscher Muttersprache, der den Koran auch ßbersetzte, war Ahmad von Denffer 1996. Er versucht mehrere deutsche Entsprechungen eines arabischen Ausdrucks aufzuzählen, weshalb seine Ausgabe schwer lesbar ist. In der Islamwissenschaft ist seine Ausgabe nicht zitierfähig.
Eine weitere deutschsprachige Ăbersetzung, die auch den arabischen Text und gleichzeitig zu jedem Vers eine Auswahl aus wichtigen, auf Deutsch Ăźbersetzten Kommentaren bringt, wurde von einer Gruppe deutschsprachiger Musliminnen unter Leitung von Fatima Grimm unter dem Titel Die Bedeutung des Koran 1997 herausgegeben. Diese Ausgabe ist jedoch eine stark traditionalistische, interpretierende Ăbersetzung, die sich am Zweck der Mission orientiert. Der Grimmâsche Koran findet daher in der Islamwissenschaft ebenfalls keine Verwendung. Eine weitere Ăbersetzung aus dem muslimischen Umfeld stammt von Amir Zaidan (s. u.).
Wissenschaftliche Ăbersetzungen gab es im 20. Jahrhundert unter anderem von Lazarus Goldschmidt (1916), Max Henning (1901), Rudi Paret und Adel Khoury (siehe unten).
Im Jahr 2008 erschien erstmals eine kind- und jugendgerechte Ăbersetzung. Der Koran fĂźr Kinder und Erwachsene wurde von der Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor und der Leiterin des Instituts fĂźr InterreligiĂśse Pädagogik und Didaktik in KĂśln, Rabeya MĂźller, angefertigt, kommentiert und herausgegeben. Das Werk stellt in zweierlei Hinsicht ein weiteres Novum dar: Die beiden Autorinnen haben eine Auswahl von Koranversen thematisch sortiert und den Text mit traditionellen islamischen Miniaturen illustriert. Kritiker halten dies fĂźr eine âziemlich revolutionäre Tat in der islamischen Weltâ.cite-ref-10[10] Der schwer zugängliche Offenbarungstext erhält mit diesem Buch erstmals eine inhaltliche Struktur, die es auch Laien ermĂśglicht, die Erzählungen des Korans in chronologischer Abfolge zu lesen. Zudem wurde ein einfaches und leicht verständliches Deutsch gewählt.cite-ref-11[11]
Charakteristiken der Ăbersetzungen
RĂźckert (1888)
Friedrich RĂźckert (1788â1866) versuchte, die Sprachkunst des Korans zu zeigen und die poetische Form wiederzugeben. Die koranische Reimprosa Ăźbersetzt RĂźckert mit gleichen Reimendungen, wobei sich die ReimwĂśrter allerdings nicht immer entsprechen (kĂśnnen).cite-ref-12[12] Durch diese Vorgehensweise bĂźĂt die Ăbersetzung allerdings an inhaltlicher Treue ein.cite-ref-leitfaden-13-0[13]
âIm Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Sprich: Gott ist Einer, Ein ewig reiner, hat nicht gezeugt und ihn gezeugt hat keiner, und nicht ihm gleich ist einer.â
â
Koran, Sure 112
al-Ichlas
:
Ăbersetzung von Friedrich RĂźckert
Seine Ăbersetzung erschien posthum 1888.
Henning (1901)
Die Ăbersetzung von Max Henning erschien 1901 bei Philipp Reclam jun. in Leipzig. Verbreitet ist eine preiswerte von Annemarie Schimmel herausgegebene Ausgabe. Die OriginalĂźbersetzung ist nicht so nah am Original wie Paret und z. T. stilistisch veraltet (âWeiberâ fĂźr âFrauenâ), aber solide.cite-ref-leitfaden-13-1[13] Die âbewunderte Nähe zum Originalâ, von der Murad Wilfried Hofmann spricht, kĂśnnen Islamwissenschaftler jedoch nicht sehen, Verwendung findet sie in der Wissenschaft dennoch nach wie vor.
Goldschmidt (1916)
1916 verĂśffentlichte der Orientalist Lazarus Goldschmidt in Berlin eine Ăbersetzung, die bis heute gedruckt wird. Bei seiner Ăbertragung des arabischen Textes ins Deutsche verzichtete Goldschmidt auf den Versuch, die poetische Komponente des Originals in der Ăbersetzung nachzubilden. Er legte den Schwerpunkt allein auf die inhaltliche Ăbertragung. Sprachlich wirkt der Text daher holprig.cite-ref-leitfaden-13-2[13]
Ahmadiyya (1939, 1954)
Die erste deutsche, fĂźr Muslime herausgegebene KoranĂźbersetzung wurde im Jahre 1939 in Berlin von dem damaligen Imam der Wilmersdorfer Moschee verĂśffentlicht. AnschlieĂend folgte eine neue Ăbersetzung von der islamischen Reformgemeinde Ahmadiyya unter der Aufsicht von Mirza Baschir ud-Din Mahmud Ahmad im Jahre 1954. Seither wurde sie mehrfach Ăźberarbeitet, zuletzt im Jahre 2013 unter der Aufsicht vom Oberhaupt der Gemeinde Mirza Masroor Ahmad. Nach Angaben der Gemeinde wurde der Koran durch die Ahmadiyya Muslim Jamaat in 70 Sprachen Ăźbersetzt, u. a. auch in Chinesisch.cite-ref-14[14] Die Ăbersetzung der 6348 Verse des Heiligen Koran umfassen auch die Eingangsverse, die Bismillah.
Die erste deutsche Koranausgabe der Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde bei ihrer VerĂśffentlichung 1954 von der al-Azhar-Universität in Kairo gelobt und als herausragende deutsche Ăbersetzung bezeichnet.cite-ref-15[15]
Paret (1966)
Wissenschaftliche StandardĂźbersetzung ist die im Jahr 1966 erstmals herausgegebene Ausgabe von Rudi Paret. Bobzin nennt sie die âphilologisch nach wie vor am besten begrĂźndete [âŚ] Ăbersetzungâ (Vorwort zu Bobzin 2004). Ăbersetzung und Kommentar richten sich an philologisch bewanderte Akademiker. Parets Kommentar und Konkordanz (1971) liefern nicht unbedingt fĂźr Laien verständliche Hilfen zum Koranstudium, wohl aber fundierte Parallelstellen und Ăbersetzungsvarianten.
âParets Ăbersetzung ist deshalb von Bedeutung, weil sie erstmals vollen Ernst mit dem Gedanken macht, dass man den Koran als historisches Dokument aus sich selbst interpretieren muss. Paret hat daher den ganzen Koran systematisch auf Parallelstellen durchforscht und diese neben dem Material einheimischer Kommentare ausgewertet. Der Form nach ist die Ăbersetzung in ein leicht kommentierendes Gewand gekleidet, und zwar dergestalt, dass dem Leser durch Klammerzusätze verschiedenen Umfanges Ăźber den sprachlichen Ausdruck hinaus das Gemeinte deutlich gemacht wird.â
â
Helmut Gätje
:
Koran und Koranexegese
Die Ăbersetzung Parets wird jedoch unter anderem von Navid Kermani kritisiert, da sie die ästhetische Form des Originals zugunsten des vermeintlichen Inhalts vernachlässige. Betrachte man den Koran jedoch als einen poetisch strukturierten Text, so ergebe sich die eigentliche Bedeutung erst durch das Zusammenspiel von Form und Inhalt. Kermani kritisiert weiterhin die deutsche Orientalistik, welche weitestgehend Parets Ăbersetzung als die authentischste anerkennt, woran sich seiner Meinung nach âdie Mängel der orientalistischen Verstehensstrategie, welche die Verse auf ihre bloĂe Mitteilung reduziert (...)â, zeigen.cite-ref-17[17]
Bubenheim & Elyas (1980er Jahre)
Der edle Quran und die Ăbersetzung seiner Bedeutungen in die deutsche Sprache ist eine KoranĂźbersetzung von Nadeem Elyas und Frank Bubenheim (alias âAbdullah as-Samitâ) ab den 1980er Jahren.cite-ref-18[18] Vom saudischen Religionsministerium in Auftrag gegebene und beglaubigte Version, daher traditionalistischem Koranverständnis verpflichtet. Diese Ăbersetzung enthält eine ausfĂźhrliche Kommentierung und Ăbersetzungsalternativen bei uneindeutigen Stellen. Der Versuch, mĂśglichst nah am Text zu Ăźbersetzen, ist etwas gewĂśhnungsbedĂźrftig, die Ăbersetzung ist aber gut lesbar. Diese Ăbersetzung wurde auf Anordnung des saudi-arabischen KĂśnigs Fahd ibn Abd al-Aziz herausgegeben.cite-ref-leitfaden-13-3[13] Sie findet sich in einer Version ohne erläuternde FuĂnoten auf der Website islam.de des Zentralrats der Muslime in Deutschland, wo sie die zuvor hauptsächlich angebotene Ăbersetzung von Rassoul (s. u.) ersetzte.
Rassoul (1986)
Muhammad Ahmad Rassouls erstmals 1986 unter dem Titel Die ungefähre Bedeutung des Al-Qurâan Al-Karim in deutscher Sprache erschienene Ăbersetzung ist ursprĂźnglich zweisprachig (arabisch und deutsch) konzipiert.cite-ref-kogel-19-0[19] Bereits der Titel verrät die traditionelle Einstellung, die eine vollkommene Ăbersetzung des Korans nicht fĂźr mĂśglich hält.cite-ref-20[20]
Die Rassoul-Ăbersetzung wird im Leitfaden âORIENTierungâ des Instituts fĂźr Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin wegen ihrer starken âAnlehnung an die arabische Ausdrucksweise und mit Hang zur beschĂśnigenden Apologetikâ als âeher weniger empfehlenswertâ bewertet.cite-ref-leitfaden-13-4[13] Dirk Hartwig (FU Berlin) urteilte, sie sei wissenschaftlich ânicht so bedeutsamâ.cite-ref-21[21] Thomas Bauer (Universität MĂźnster) tadelte sie als âstilistisch schlechtâ und Ăźbersetzungswissenschaftlich ânicht adäquatâ.cite-ref-22[22] Hartmut Bobzin nennt die Rassoul-Ăbersetzung als ein Beispiel fĂźr das âgeradezu gang und gäbeâ gewordene âVerfahren der lateinischen Transkription des arabischen Textes â oft mit vorwissenschaftlichen, geradezu abenteuerlichen Methodenâ.cite-ref-23[23]
In einer von Ahmad von Denffer (Islamisches Zentrum MĂźnchen) zusammengestellten und auf dem Webspace der saudi-arabischen Regierung bereitgestellten Liste von KoranĂźbersetzungen ins Deutsche wird die Rassoul-Ăbersetzung als erste vollständige Ăbersetzung des Korans aus dem Arabischen ins Deutsche durch einen arabischen bzw. sunnitischen Muslim genannt; es sei jedoch offensichtlich, dass Rassoul vieles von frĂźheren deutschen Ăbersetzungen entlehnt habe.cite-ref-24[24] Murad Wilfried Hofmann nannte den durchdringenden Einfluss von Hennings Ăbersetzung auf die Rassoul-Ăbersetzung offensichtlich. Die Ăbersetzung sei zwar nicht Wort fĂźr Wort, bleibe aber oft wegen ihrer groĂen Nähe am koranischen Text holprig.cite-ref-25[25]
Die Ăbersetzung Rassouls ist populär. So war sie bis September 2009 die hauptsächliche vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) auf seiner Website islam.de kostenlos angebotene, bis sie durch die von Bubenheim & Elyas ersetzt wurde.cite-ref-26[26]cite-ref-leitfaden-13-5[13] Rassouls Ăbersetzung gehĂśrt neben der von Fatima Grimm zu den zwei vom ZMD in seinem 1999 herausgegebenen Lehrplan fĂźr islamischen Religionsunterricht empfohlenen KoranĂźbersetzungen.cite-ref-27[27] Zuletzt erhielt sie besondere Aufmerksamkeit durch die Ende 2011 initiierte Koranverteilungskampagne in Deutschland des Salafisten Ibrahim Abou-Nagie, die Rassouls Ăbersetzung (in einer rein deutschen Ausgabecite-ref-kogel-19-1[19] und mit einer Kommentierung des deutschen Konvertiten Frank Bubenheimcite-ref-28[28]) verwendet.cite-ref-faz-29-0[29] Dabei wurde von verschiedener Seite angemerkt, dass die Ăbersetzung zu weiten Teilen mit der Ăbersetzung der Ahmadiyya Ăźbereinstimmt.cite-ref-30[30]
Khoury (1987)
Adel Theodor Khoury schrieb im Vorwort seiner Ăbersetzung: âBei den bisher gebräuchlichen deutschen Ausgaben des Korans vermissen die Muslime oft ein ausreichendes EinfĂźhlungsvermĂśgen in ihr Denken. Sie werfen ihnen vor, zumeist ihrem Koranverständnis nicht zu entsprechen. Auch wird von den christlichen Gesprächspartnern an die Muslime immer dringender die Frage nach einer 'authentischen' deutschsprachigen Version des Korans herangetragen, [âŚ]â (S. IX). Diesem Anliegen will Khoury mit seiner Ăbersetzung Rechnung tragen, die er zusammen mit Muhammad Salim Abdullah anfertigte. Es existiert dazu auch eine zwĂślfbändige wissenschaftliche Ausgabe, in der neben Ăbersetzung und Urtext auch ein umfangreicher Kommentar eingebunden ist. Adel Khoury, dessen Ausgabe sehr gut zu lesen ist, gab sowohl in seiner Ăbersetzung als Anhang als auch als eigenes Buchcite-ref-31[31] eine Auswahl an Hadithen neben umfangreicher Sekundärliteratur zum Verhältnis von Muslimen mit Christen heraus. Da Khoury bei kritischen Stellen die Härte herausnimmt, ist eine wissenschaftliche Verwendung schwierig und in der Islamwissenschaft selten, es sei denn zur Dokumentation der gängigen zeitgenĂśssischen und mehrheitlichen muslimischen Auslegungspraxis.
Henning/Hofmann (1998)
Weit verbreitet ist eine Bearbeitung der Ăbersetzung Hennings von Murad Wilfried Hofmann, die auch von deutschen Muslimen, besonders wenn es um Werbung fĂźr den Islam (Da'wa) geht, gerne benutzt wird. In diese Ăbersetzung flossen jedoch viele Interpretationen Hofmanns ein, die den Koran entschärfen, besonders an Stellen, die fĂźr das Verhältnis zwischen Muslimen und Nichtmuslimen charakteristisch sind. Sie glättet auch kritische Stellen im Sinne einer liberalen Islamauslegung und ist daher fĂźr den wissenschaftlichen Gebrauch weniger geeignet.cite-ref-leitfaden-13-6[13]
Azhar / Maher (1999)
Bobzin schreibt dazu:
âIm Auftrag der Azhar-Universität Ăźbersetzte der ägyptische Germanist Moustafa Maher den Text neu (Kairo 1999).â
â
Der Koran
. 5. Auflage. Beck, MĂźnchen 2004,
S.
122
.
Die Ăbersetzung Mahers ist in gutem zeitgemäĂen Deutsch verfasst und flĂźssig zu lesen. Sie hat einen Hang zur BeschĂśnigung und folgt im Ăbrigen gängigem zeitgenĂśssischem muslimischem Koranverständnis.cite-ref-leitfaden-13-7[13]
Zaidan (2000)
Ăber die Ăbersetzung des Islamwissenschaftlers Amir Zaidan schreibt Bobzin: âVĂśllig neue Wege schlägt die Ăbersetzung von Amir Zaidan ein (Offenbach 2000), der viele zentrale theologische Begriffe in ihrer arabischen Form stehenlässt, wie beispielsweise Iman fĂźr âGlaubeâ oder Taqwa fĂźr âGottesfurchtâ.â (S. 122) Zaidan schreibt selbst in der Einleitung seiner Ăbersetzung Ăźber den âneue(n) Ansatz im Umgang mit der islamischen Terminologie, nämlich die Verwendung nicht-Ăźbertragbarer islamischer Fachbegriffe als FremdwĂśrter, wie beispielsweise Iman, Din, Schirk, Kafir oder Wali. Ich erachte diese Methode fĂźr unabdingbar, um einer Entstellung des quranischen Inhaltes und der quranischen Botschaft vorzubeugen. SchlieĂlich findet diese Methode auch in anderen Wissenschaftsdisziplinen wie Informatik (englische Nomenklatur) oder Medizin (lateinische Nomenklatur) ihre berechtigte Anwendung.â (S. 17) Als BegrĂźndung fĂźhrt er an:
âSo heiĂt es beispielsweise in meiner Erläuterung von (4:144): âIhr, die den Iman verinnerlicht habt! Nehmt euch die Kafir nicht als Wali anstelle der Mumin!â Ignoriert man nun die eigentliche Bedeutung dieses Begriffs [Wali: ⌠âEine Person/Umma als Wali zu nehmenâ heiĂt dieser Person/Umma die grĂśĂtmĂśgliche Priorität vor allen anderen Personen/Umam einräumen. Muslime pflegen mit der eigenen islamischen Umma die engste, innigste und intensivste Beziehung, sowohl im rationalen als auch im emotionalen Bereich.] und verwendet das hier vĂśllig unpassende Wort âFreundâ fĂźr âWaliâ, [âŚ] dann liest sich die âĂbersetzungâ folgendermaĂen: âIhr Gläubigen, Nehmt euch die Ungläubigen nicht als Freunde anstelle der Gläubigen!â Nach dieser Ăbersetzung erscheint es, als sei es den Muslimen nicht gestattet, Nicht-Muslime zu Freunden zu nehmen. Dies ist eindeutig falsch!â
Aufgrund der zahlreichen arabischen Begriffe ist diese Ăbersetzung in der ersten Auflage teilweise schwierig zu lesen und in der Islamwissenschaft nicht zitierfähig.cite-ref-leitfaden-13-8[13] Im Jahr 2009 wurde vom islamologischen Institut eine grundlegend Ăźberarbeitete Auflage herausgegeben. So entwickelte Zaidan zum einen eine eigene Transliteration des Korantextes. Ziel war es dabei, âein einfach lesbares Transkriptionssystem zu entwickeln, das vor allem die Schwierigkeiten der Nicht-Kenner des Arabischen berĂźcksichtigt.âcite-ref-at-tafsiir-32-0[32] Zum anderen wurde auch die Ăbersetzung grundlegend Ăźberarbeitet, wobei drei Schwerpunkte gesetzt wurden: âDer erste Schwerpunkt lag darin, die Ăbersetzung lesbarer und flĂźssiger zu gestalten.â Zu diesem Zweck Ăźbersetzte Zaidan (anders als in der ersten Auflage) die meisten Fachbegriffe entsprechend ihrer âjeweils hĂśchstwahrscheinliche[n] Bedeutungâ in dem jeweiligen Kontext ins Deutsche.cite-ref-at-tafsiir-32-1[32] Der zweite Schwerpunkt lag darin, âdem Leser andere mĂśgliche Interpretationen mancher Aayaat [d. h. Koranverse] aufzuzeigenâ, die von hoher theologischer Relevanz sind, was der Autor anhand des Beispiels von Sure 28:56 verdeutlicht, welche wie folgt Ăźbersetzt werden kann: â(...) ALLAAH leitet recht, wen ER will (...)â oder aber â(...) ALLAAH leitet denjenigen recht, der will (...)â.cite-ref-at-tafsiir-32-2[32] Der dritte Schwerpunkt bei der Ăberarbeitung war âdie stilistische Vereinfachung der Ăbersetzung und die Erläuterung verschiedener Zusammenhänge in den FuĂnoten.âcite-ref-at-tafsiir-32-3[32]
Zirker (2003)
Die recht neue Ăbersetzung Hans Zirkers von 2003, inzwischen 2018 in sechster, erneut revidierter Auflage erschienen, bietet eine fundierte Ăbersetzung, die philologisch auf dem neuesten Stand ist. Er bemĂźht sich um Lesbarkeit in zeitgemäĂem Deutsch und ist einer Annäherung an den koranischen Sprachduktus bemĂźht, ohne dabei zu stark vom Wortsinn abzuweichen.cite-ref-leitfaden-13-9[13]cite-ref-33[33]
âZirkers Koran-Ausgabe [âŚ] macht es dem Leser leichter als so mancher akademische Vorgänger-Versuch, in diese gefĂźrchtete, manchmal gar nicht so fremde Welt des islamischen Buches hineinzublicken. Und sie erleichtert ihm, die glĂźhende Faszination zumindest ansatzweise nachzufĂźhlen, die mehr als eine Milliarde Menschen fĂźr dieses Buch und seine Inhalte empfinden.â
â
General-Anzeiger Bonn
Kaddor / MĂźller (AuswahlĂźbersetzung 2008)
Der Koran fĂźr Kinder und Erwachsene von Lamya Kaddor und Rabeya MĂźller ist eine der umstrittensten Ăbersetzungen.cite-ref-35[35] Sie stĂśĂt sowohl bei konservativen Muslimen als auch bei Islamkritikern auf Missfallen. Die einen prangern den Eingriff in das unabänderbare Wort Gottes an, weil die Autorinnen erstmals die Abfolge der Verse und Suren thematisch geordnet haben, und sie monieren die erstmalige Verwendung von Bildern in einem Korantext. Die anderen reiben sich ob der Auswahl der Verse, die umstrittene Themen wie Kopftuch oder âHeiliger Kriegâ ausspart, die Augen. Kaddor/MĂźller haben nicht den gesamten Text Ăźbersetzt, sondern nur AuszĂźge. Ăhnlich wie bei Kinderbibeln geht es den Autorinnen um eine HinfĂźhrung zu den UrsprĂźngen und Quellen des Glaubens, der SchĂśnheit und der MĂśglichkeiten, die in einer Religion wohnen.cite-ref-sz14052008-36-0[36] Ziel der beiden ist es, den Leser an das Original heranzufĂźhren. Entsprechend steht links der arabische Originaltext und rechts dessen deutsche Entsprechung.cite-ref-sz14052008-36-1[36]
Die Verwendung von Abbildungen, die die Propheten inklusive des Religionsstifters Mohammed zeigen, wird mit pädagogischen Ăberlegungen begrĂźndet.cite-ref-37[37] Ausgewählt wurden keine modernen Zeichnungen, sondern klassische islamische Miniaturen aus dem Mittelalter und der frĂźhen Neuzeit. Das heiĂt, die Urheber der Bilder waren selbst Muslime. Nach Meinung des Deutschlandradios Kultur ist das ein Kunstgriff, um sich dem Bilderverbot im Islam zu widersetzen.cite-ref-38[38]
Der Text ist in einfachen Worten gehalten. Weder versucht er die altertßmliche Sprache des Korans nachzuahmen, noch handelt es sich um eine Paraphrasierung des Textes. Kaddor/Mßller haben sich bemßht, mÜglichst nahe am Original zu bleiben. Die Welt am Sonntag charakterisiert das Werk als ein gut verständliches und geordnetes Lesebuch mit unverkennbar liberal-muslimischer Handschrift.cite-ref-39[39] Nach den jeweiligen Kapiteln folgt stets eine kurze Zusammenfassung in eigenen Worten und eine Erläuterung der zuvor ßbersetzten Passagen.
Nach Angaben des Verlages C.H.Beck war die erste Auflage nach nur einer Woche ausverkauft.
Karimi (2009)
Im Oktober 2009 legte Ahmad Milad Karimi eine vollständige Neußbersetzung des Korans vor, die im Verlag Herder (Freiburg) erschienen ist. Herausgeber ist der Theologe und Religionswissenschaftler Bernhard Uhde, der auch eine Einfßhrung in den Koran liefert.
Karimi, der 1994 mit seiner Familie aus Afghanistan nach Deutschland floh und in Darmstadt und Freiburg Islamwissenschaft und Philosophie studierte, sucht in seiner Ăbersetzung konsequent die grĂśĂtmĂśgliche Nähe zum Original und betont dabei die poetische Qualität des Korans. Damit liegt seine Ăbersetzung auf einer Linie mit einer Reihe angekĂźndigter, aber bisher nicht abgeschlossener poetischer Ăbersetzungen (siehe unten).
Wie der Muslim Karimi in seinem Nachwort zur Ăbersetzung erläutert, stehen fĂźr ihn âneben der philologischen Genauigkeit auch und vor allem die ästhetische Atmosphäre des Korangesangsâ im Mittelpunkt.cite-ref-40[40] Es geht Karimi um die Vermittlung jener âästhetisch-poetischen Erfahrungâ, die âdie Religiosität der Muslime grundlegend bestimmt.âcite-ref-41[41] Entsprechend ist seine Ăbersetzung eine, die erklärtermaĂen fĂźr die Rezitation bestimmt (und entsprechend mit Atemzeichen versehen) ist. Karimi vermeidet in seiner Ăbersetzung ausdrĂźcklich, sperrige oder dunkle Passagen, die auch das arabische Original fĂźr viele HĂśrer und Leserinnen kennzeichnen, zu glätten oder verständlicher machen zu wollen. Dies soll dem Leser â neben einer ästhetischen Bewegung â auch ein Erlebnis von fundamentaler Fremdheit und Unendlichkeit ermĂśglichen, was die Rezeption des Korans auszeichnen soll.
Bobzin (2010)
Wie im Vorwort seines Koranlesebuchs zu lesen, erscheint Hartmut Bobzin die Rßckertsche Koranßbersetzung an vielen Stellen nicht mehr ohne weiteres verständlich, so dass der deutsche Text Friedrich Rßckerts schon einer Erläuterung bedßrfe. So ist bei Bobzin der Gedanke entstanden, eine eigene Koranßbersetzung zu beginnen. Bobzin weist in seinem Vorwort auch die gängige muslimische Meinung zurßck, nur ein Muslim kÜnne den Koran ßbersetzen.
Hartmut Bobzin hat eine ganze Reihe von Ăbersetzungsproben in seinem âKoranlesebuchâ sowie im Buch âJosef in Ăgyptenâ vorgestellt; seine vollständige KoranĂźbersetzung erschien 2010.cite-ref-42[42]
Neuwirth (seit 2011)
Die Arabistin Angelika Neuwirth legt seit 2011 im Verlag der Weltreligionen einen ausfĂźhrlichen Handkommentar mit eigener NeuĂźbersetzung des Korans vor. Von der auf fĂźnf Bände berechneten Ausgabe sind bislang (Stand 2017) die ersten beiden erschienen.cite-ref-43[43] FĂźr ihren Einsatz âfĂźr eine an den historischen Quellen orientierte Ăbersetzung des Koransâ, der in ihrer Vorarbeit Der Koran als Text der Spätantikecite-ref-44[44] dokumentiert ist, erhielt Neuwirth 2010 den Wissenschaftspreis der Fritz-Behrens-Stiftung verliehen.cite-ref-45[45]
GegenĂźberstellung der Ăbersetzungen
Fßr die Gegenßberstellung wurde die berßhmte Sure 97 gewählt.
ÂŤŘĽŮŮŮŮا ŘŁŮŮزŮŮŮŮŮاŮŮ ŮŮŮ ŮŮŮŮŮŮ؊٠اŮŮŮŮŘŻŮع٠ŮŮŮ
Ůا ŘŁŮŘŻŮŘąŮاŮŮ Ů
Ůا ŮŮŮŮŮŮ؊٠اŮŮŮŮŘŻŮع٠ŮŮŮŮŮŮ؊٠اŮŮŮŮŘŻŮع٠؎ŮŮŮع٠Ů
ŮŮŮŮ ŘŁŮŮŮŮŮ Ř´ŮŮŮع٠تŮŮŮزŮŮŮ٠اŮŮŮ
ŮŮŮا،ŮŮŮŘŠŮ ŮŮاŮŘąŮŮŮŘŮ ŮŮŮŮŮا بŮŘĽŮذŮŮŮ ŘąŮبŮŮŮŮŮ
Ů
ŮŮŮ ŮŮŮŮŮ ŘŁŮŮ
Ůع٠سŮŮŮاŮ
Ů ŮŮŮŮ ŘŮŘŞŮŮŮ Ů
ŮءŮŮŮؚ٠اŮŮŮŮŘŹŮŘąŮÂť
âBismi llÄhi r-raḼmÄni r-raḼčmi ĘžInnÄ ĘžanzalnÄhu fÄŤ lailati l-qadri Wa-mÄ ĘžadrÄka mÄ lailatu l-qadri Lailatu l-qadri ḍairun min Ęžalfi ĹĄahrin Tanazzalu l-malÄĘžikatu wa-r-rōḼu fÄŤhÄ bi-Ęžiá¸ni rabbihim min kulli Ęžamrin SalÄmun hiya ḼattÄ maášlaĘżi l-faǧriâ
â
97) SĹŤrat al-Qadr
David Friederich Megerlein (1772)
Des Alkorans 97stes Capitel, betitult:
Die Nacht der Allmacht (Alkadar).
Es ist von Medina, und hat 5 Verse.
Im Nahmen Gottes, des barmherzigsten Erbarmers.
1. GewiĂ, wir haben den Alkoran herabgelassen in der Nacht Alkadar, das ist, der Allmacht.
2. Wer will dir aber genug zu verstehen geben, was die Nacht Alkadar, oder der Macht, fĂźr herrliche VorzĂźge habe?
3. Es ist nemlich diese Nacht, Alkadar, das ist, der Macht, weit besser, als tausend andere Monathe.
4. Dann in derselben Nacht sind herabgeschickt worden die Engel und Geister, auf Befehl ihres Herrn, mit den gĂśttlichen RathschlĂźssen von allen Dingen.
5. Lauter Frieden ist dieselbe Nacht, bis zu dem Aufgang der MorgenrĂśthe.
Friedrich Eberhard Boysen (1775)
Das XCVII. Kapitelcite-ref-46[46]
Alkadarcite-ref-47[47]
Im Namen Gottes, des allerbarmherzigsten Erbarmers.
1. GewiĂ wir haben den Koran in der Nacht Alkadar geoffenbahrt.
2. (Wer wird dir aber von der Nacht Alkadar einen grĂźndlichen Unterricht geben kĂśnnen?)
3. Die Nacht Alkadar ist unendlich besser als tausend Monate.
4. Denn in derselben steigen die Engel und Gabriel, auf den Befehl ihres Herrn mit den gĂśttlichen RathschlĂźssen Ăźber alle Dinge in der Welt herab.
5. Heil herrscht durch diese ganze Nacht bis zum Anbruch des Tages.
Ullmann (1840)
Siebenundneunzigste Sure.
Alâ Kadar 2).
Geoffenbart zu Mekka 3).cite-ref-48[48]
Im Namen des allbarmherzigen Gottes.
1. Wahrlich, wir haben ihn, den Koran, in der Nacht Alâ Kadar geoffenbart.
2. Was lehrt dich aber begreifen, was die Nacht Alâ Kadar ist?
3. Die Nacht Alâ Kadar ist besser als tausend Monate.
4. In derselben stiegen herab die Engel mit dem Geiste 4), mit ErlaubniĂ ihres Herrn, mit den Bestimmungen Gottes Ăźber alle Dinge.
5. Friede und Heil bringt diese Nacht bis zur MorgenrĂśthe.
Anmerkungen:
2) Alâ Kadar ist die Nacht der Herrlichkeit und Macht, in welcher der Engel Gabriel den Koran vom siebenten Himmel brachte. Vgl. Sure 44, Seite 426, Note 4.
3) Nach Einigen zu Medina.
4) D. h. der Engel Gabriel.
RĂźckert (1888)
97e Sure
Die Nacht der Macht
Im Namen Gottes des allbarmherzigen Erbarmers.
1. Wir sandten ihn hernieder in der Nacht der Macht.
2. WeiĂt du, was ist die Nacht der Macht?
3. Die Nacht der Macht ist mehr als was In tausend Monden wird vollbracht.
4. Die Engel steigen nieder und der Geist in ihr, Auf ihres Herrn GeheiĂ, daĂ alles sei bedacht.
5. Heil ist sie ganz und Friede, bis der Tag erwacht.
Anm. âDie Segensformel (âŚ) kehrt Ăźber jede Sure wieder, mit Ausnahme der neunten; wir haben sie Ăźberall weggelassen.â (aus der Erläuterung der 1. Sure)
Henning (1901)
97 â Die Macht (Al-Qadr)
Geoffenbart zu Mekka
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!
1. Siehe, Wir haben ihn in der Nacht al-Qadr geoffenbart.
2. Und was lehrt dich wissen, was die Nacht al-Qadr ist?
3. Die Nacht al-Qadr ist besser als tausend Monde.
4. Hinabsteigen die Engel und der Geist in ihr mit ihres Herrn Erlaubnis zu jeglichem GeheiĂ.
5. Frieden ist sie bis zum Aufgang der MorgenrĂśte.
Goldschmidt (1916)
97 â Sura von (der Nacht) der Bestimmung Mekkanisch, aus 5 Versen bestehend
IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES ALLBARMHERZIGEN.
1. Wahrlich, wir offenbarten ihn in der Nacht der Bestimmung*.
2. Was lehrt dich, was die Nacht der Bestimmung ist?
3. Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monde.
4. In ihr steigen die Engel nieder und der Geist, mit Verlaub ihres Herrn fĂźr alle Dinge.
5. Heil ist sie, bis zum Anbruch der MorgenrĂśte.
Anmerkungen zur 97. Sura
⢠Oder Nacht der Macht
Es ist dies die Nacht vom 23. zum 24. Ramadan, die âheilige Nacht der Bestimmungâ, in der das Schicksal des Menschen fĂźr das ganze Jahr bestimmt wird, in dieser ist der Koran geoffenbart worden.
Sadr ud-Din (1939)
97. Die Macht (Al-Qadr)
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen.
1. Wir haben ja den (Koran) in der Nacht der Macht herabgesandt!
2. Und weiĂt du, was die Nacht der Macht ist?
3. Die Nacht der Macht ist besser als tausend Monate!
4. Es steigen darin herab die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis zu einem jeden Auftrag.
5. Friede! Bis zum Anbruch des Morgengrauens.cite-ref-49[49]
Ahmadiyya (1954)
Der Heilige Qur-ân
Die kraftvolle Nacht (Al-Qadr)
1. Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.cite-ref-50[50]
2. Wahrlich, Wir sandten ihn (den Qur-ân) hernieder in der Nacht Al-Qadr.
3. Und was lehrt dich wissen, was die Nacht Al-Qadr ist?
4. Die Nacht Al-Qadr ist besser als tausend Monde.
5. In ihr steigen die Engel herab und der Geist nach dem Gebot ihres Herrn â mit jeder Sache
6. Friede währt bis zum Anbruch der MorgenrÜte.cite-ref-51[51]
Paret (1966)
Sure 97
Die Bestimmung
Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes.
1. Wir haben ihn (das heiĂt den Koran) in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
2. Aber wie kannst Du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
3. Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
4. Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab, lauter Logos(wesen).
5. Sie ist (voller) Heil (und Segen), bis die MorgenrĂśte sichtbar wird (w. aufgeht).
Kommentar (1977)
Sure 97
97,1â5 Zur ganzen Sure: K. Wagtendonk, Fasting in the Koran, Leiden 1968, S. 82â122. Der Verfasser setzt sich hier auf Grund einer Analyse der einschlägigen Texte mit der Frage auseinander, wieweit das Fasten im Ramadan und die Offenbarung des Korans aufeinander zu beziehen sind, und was es mit der lailat al-qadr fĂźr eine Bewandtnis hat. Dabei kommt er unter anderem zu folgendem Ergebnis: âThe date on which Sura 97 was revealad can now be determined. Mohammed must have indicated the night of the 27th Radjab as the night of his (first) revelation, after he abolished the 'Ashura' and before the battle of Badr took placeâ (S. 113). Siehe meine Besprechung, Der Islam 46, 1970, S. 68f. -- inna anzalnahu fi lailati l-qadri: 44,2f.; 2, 185. Zur Sache: R. Paret, Mohammed und der Koran, S. 43; K. Wagtendonk, Fasting in the Koran, Leiden 1968, S. 113 (siehe oben ). -- Belege zu wa-ma adraka ma ⌠in der Anmerkung zu 82,14â18. -- tanazzalu l-mala`ikatu war-ruhu fiha bi-idni rabbihim min kulli amrin: 16,2, mit weiteren Belegen. -- Die Deutung des präpositionalen Ausdrucks min kulli amrin ist umstritten. Siehe Wagtendonk, Fasting in the Koran, S. 83f., Anm. 5 und S. 86, Anm. 3. Wagtendonk Ăźbersetzt: âby virtue of every decreeâ. Aber wahrscheinlich hat min partitiven Sinn und ist amr in der besonderen Bedeutung âLogosâ oder ähnlich (siehe Anmerkung zu 2,109) zu verstehen. Dementsprechend habe ich âlauter Logos(wesen)â Ăźbersetzt (als Apposition zu âdie Engel und der Geistâ). Siehe auch die Anmerkung zu 44,3f. -- salaamun hiya hatta matla`i l-fagri. Siehe H. Ringgren, Islam, 'aslama and muslim, Uppsala 1949, S. 10.
Rassoul (1986)
97. Die kraftvolle Nacht (Al-Qadr)
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!
1. Wahrlich, Wir haben ihn (den Qur'an) herabgesandt in der Nacht von Al-Qadr.
2. Und was lehrt dich wissen, was die Nacht von Al-Qadr ist?
3. Die Nacht von Al-Qadr ist besser als tausend Monate.
4. In ihr steigen die Engel und Gabriel herab mit der Erlaubnis ihres Herrn zu jeglichem GeheiĂ.
5. Frieden ist sie bis zum Anbruch der MorgenrĂśte.cite-ref-52[52]
Khoury (1987)
Sure 97
Die Bestimmung (al-Qadr)
zu Mekka, 5 Verse
Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen.
1. Wir haben ihn (den Koran) in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
2. Woher sollst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
3. Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
4. Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab mit jedem Anliegen.
5. Voller Frieden ist sie bis zum Aufgang der MorgenrĂśte.
Henning (1901), Ăźberarbeitet Hofmann (1998)
97 â Das Schicksal (al-Qadr)
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!
1. Wir haben ihn wirklich in der Nacht des Schicksals (oder: der Bestimmung, der Allmacht) herabgesandt.
2. Und was lässt dich wissen, was die Nacht des Schicksals ist?
3. Die Nacht des Schicksals ist besser als tausend Monate.
4. In ihr kommen die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis herab, mit jeglichem Auftrag.
Azhar / Maher (1999)
Sure 97
1. Wir sandten ihn (den Koran) in der Nacht der Herrlichkeit herab.
2. Woher kannst du wissen, was die Nacht der Herrlichkeit ist?
3. Die Nacht der Herrlichkeit ist besser als tausend Monate.
4. Die Engel kommen mit Gabriel auf die Erde hinunter mit Gottes Befehl und Befugnis.
5. Sie ist voller Frieden bis zum Anbruch der MorgenrĂśte.
Zaidan (2000)
97. Sura
Al-qadr (Al-qadr ist der Eigenname der 97. Sura. Linguistisch bedeutet Al-qadr âdas Bestimmenâ.) (5 Ayat)
Bismillahi r-rahmani rrahim
1. Gewiss, WIR sandten ihn in der Nacht von Al-qadr hinab.
2. Und was weiĂt du, was Al-qadr-Nacht ist?!
3. Die Al-qadr-Nacht ist besser als tausend Monate.
4. Die Engel und der Ruhh werden in ihr mit Zustimmung ihres HERRN wegen jeder Angelegenheit nach und nach hinabgesandt.
5. Salam ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung.
Bubenheim & Elyas (2002)
Sura 97 al-Qadr
Die Bestimmung
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
1. Wir haben ihn (den Quran) ja in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
2. Und was läĂt dich wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
3. Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
4. Es kommen die Engel und der Geist in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn mit jeder Angelegenheit herab.
5. Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung.cite-ref-53[53]
Zirker (2003)
97. Sure: Die Nacht der Bestimmung
Im Namen Gottes, des Allerbarmenden und Barmherzigen.
Wir haben ihn hinabgesandt in der Nacht der Bestimmung.
Woher willst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
Die Engel und der Geist gehen in ihr hinab mit der Erlaubnis ihres Herrn wegen jeglicher VerfĂźgung.
Friede ist sie bis zum Aufgang des Morgens.
Bobzin (2005)
Sure 97 (Das Schicksal â al-qadr)
Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers
1. Siehe wir sandten ihn herab In der Nacht des Schicksals.
2. Was läĂt dich wissen, was sie ist, Die Nacht des Schicksals?
3. Die Nacht des Schicksals, Besser ist sie als tausend Monde,
4. Die Engel steigen nieder und der Geist in ihr, Mit der Erlaubnis ihres Herrn, Auf jegliches GeheiĂ.
5. Friede ist sie, Bis daà die Morgendämmerung anbricht.
Weidner (2007)
Die Schicksalsnacht (Sure 97)
Im Namen des gnädigen und barmherzigen Gottes!
1. Wir schickten ihn in der Schicksalsnacht.
2. Kennst Du die Schicksalsnacht?
3. Herrlicher als Tausend Monde ist die Schicksalsnacht:
4. Die Engel kommen und der Geist, Zu tun das Werk auf ihres Herrn GeheiĂ.
5. Friede herrscht dann, bis die Sonne gleiĂt.
Karimi (2009)
97. Sure: Die Bestimmung (al qadr)
Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Erbarmers
1. Wahrlich, Wir sandten ihn herab in der Nacht der Bestimmung.
2. Was lässt dich wissen, was ist die Nacht der Bestimmung?
3. Die Nacht der Bestimmung, ja sie ist herrlicher als tausend Monde.
4. Die Engel steigen hernieder, und in ihr der Geist, mit der Erlaubnis ihres Herrn, auf jegliches GeheiĂ.
5. Friede ist sie, bis hereinbricht die MorgenrĂśte.cite-ref-54[54]
Siehe auch
Literatur
EinfĂźhrende Literatur
⢠Hartmut Bobzin: Der Koran: Eine Einfßhrung. 5. Auflage. Beck, Mßnchen 2004, ISBN 3-406-43309-X.
⢠Hartmut Bobzin und Barbara Bobzin: Der Koran. Die wichtigsten Texte. 2. durchgesehene Auflage. C.H.Beck, Mßnchen 2017, ISBN 978-3-406-67669-7.
⢠Michael Cook: Der Koran: Eine kurze Einfßhrung (= UB 18232). Reclam, Stuttgart 2002, ISBN 3-15-018232-8.
⢠Tilman Nagel: Der Koran: Einfßhrung-Texte-Erläuterungen. 4. Auflage. Beck, Mßnchen 2002, ISBN 3-406-43886-5.
⢠Hans Zirker: Der Koran: Zugänge â Strukturen â Lesarten. 4. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2018, ISBN 978-3-534-27042-2.
⢠Hans Zirker: Koran-Transliteration: Duisburg-Essen Publications online 2020.
WeiterfĂźhrende Literatur
⢠Adel Theodor Khoury: Der Koran: erschlossen und kommentiert. Patmos, Dßsseldorf 2005, ISBN 3-491-72485-6.
⢠Rudi Paret: Der Koran: Kommentar und Konkordanz. Ansariyan Publication, Ghom 1981; 7. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018990-5.
⢠Ămer Ăzsoy: Vom Ăbersetzen zum Dolmetschen. Ein koranhermeneutischer Beitrag zur innerislamischen tarǧama al-qurĘžÄn-Debatte. In: HansjĂśrg Schmid, Andreas Renz, BĂźlent Ucar (Hrsg.): âNahe ist dir das Wort âŚâ Schriftauslegung in Christentum und Islam. (Theologisches Forum Christentum â Islam) Pustet, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7917-2256-6, S. 111â121.
⢠Mahmoud Haggag: Die deutschen Koranßbersetzungen und ihr Beitrag zur Entstehung eines Islambildes beim deutschen Leser (= Angewandte Sprachwissenschaft. Band 22). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-59782-8 (Dissertation Universität Kassel 2009, 263 Seiten).
Ăbersetzungen
⢠Abdullah ibn Abd al-Aziz (Hrsg.): Der edle Quran und die Ăbersetzung seiner Bedeutungen fĂźr die deutsche Sprache, Medina 2007, o. ISBN
⢠Mirza Tahir Ahmad (Hrsg.): Koran. Der Heilige Qur-ân. Arabisch und Deutsch.; Verlag Der Islam; Frankfurt 1954, letzte ßberarbeitete Auflage 1996, unv. nachgedruckt 2003, ISBN 3-921458-00-5
⢠Richard Bell: The QurâÄn. Translated, with a critical re-arrangement of the Surahs. 2 Bände. Edinburgh 1937/1939.
⢠RĂŠgis Blachère: Le Coran. Traduction nouvelle. 2 Bände. Paris 1949â1950; einbändig Ausgabe: Le Coran, traduit de lâarabe. Paris 1957; Nachdruck 1966.
⢠Lazarus Goldschmidt (Ăbers.): El Koran, das heiĂt Die Lesung. Berlin 1916; Komet Verlagsgesellschaft, 2000, ISBN 3-933366-64-X; Wunderkammer-Verlag, Melzer 2005, ISBN 978-3-937389-67-7
⢠Muhammad Hamidullah: Le Coran. Traduction intÊgrale et notes. Paris 1959; Nachdruck 1963.
⢠Max Henning (Ăbers.): Der Koran. Reclam, Leipzig 1901 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dderkoran00henn~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). Neuausgabe, mit Einleitung und Anmerkungen von Annemarie Schimmel: (UB 4206) Reclam, Stuttgart 1960 u.Ăś., ISBN 3-15-004206-2.
⢠Max Henning (Ăbers.), Murad Wilfried Hofmann (Ăberarb. & Komm.): Der Koran. Diederichs, MĂźnchen 2001, ISBN 3-7205-2188-5
⢠Ahmad Milad Karimi (Ăbers.): Der Koran. Herder, Freiburg, 2009, ISBN 978-3-451-30292-3
⢠Adel Theodor Khoury (Ăbers.): Der Koran. 3. Auflage 2001. GĂźtersloher Verlagshaus, GĂźtersloh 1987 (1. Auflage), ISBN 3-579-00783-1
⢠Rudi Paret (Ăbers.): Der Koran. 9. Auflage 2004. Kohlhammer, Stuttgart 1966 (1. Auflage), ISBN 3-17-018328-1
⢠Muhammad Ahmad Rassoul (Ăbers.): Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur'an Al-Karim. Islamische Bibliothek, DĂźsseldorf 2009. (vollständige Ăbersetzung) ISBN 978-3-941111-09-7
⢠Friedrich RĂźckert (Ăbers.), H. Bobzin (Hrsg.): Der Koran in der Ăbersetzung von Friedrich RĂźckert. 4. Auflage. Ergon, WĂźrzburg 2001, ISBN 3-933563-70-4
⢠Sadr ud-Din (Ăbers. + Hrsg.): Der Koran. Arabisch-Deutsch; Ăbersetzung, Einleitung und Erklärung von Maulana Sadr ud-Din; Verlag der Moslemischen Revue (Selbstdruck); Berlin 1939; 2. unveränderte Auflage 1964; o. ISBN
⢠Ludwig Ullmann (Ăbers.), Leo Winter: Der Koran: Das heilige Buch des Islam. neu bearbeitet und erläutert, W. Goldmann, MĂźnchen 2007, ISBN 978-3-442-21846-2
⢠Hans Zirker (Ăbers.): Der Koran. 6., aktualisierte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2018, ISBN 978-3-534-27025-5, E-Book, ePUB 2018; dazu Korrekturanmerkungen in: DuePublico.
Ăbersetzungen Online
Weblinks zu Textausgaben und Arbeitsmitteln zum arabischen Korantext finden sich unter Koran.
Ăbertragungen ins Deutsche
⢠Korantext und deutsche Ăbersetzung (Rudi Paret 1979) im Rahmen des Corpus Coranicum, hg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, auf: corpuscoranicum.de.
⢠Ăbersetzungen im Vergleich: Ăbersetzung der Ahmadiyya Gemeinde, von M. A. Rassoul, Moustafa Maher im Auftrag der Azhar-Universität sowie eine modifizierte Fassung der Ăbersetzung von Rudi Paret
⢠KoranĂźbersetzung von Muhammad A. Rassoul (s. o.) bei Quran Explorer (nebst arabischem Text und verschiedenen Rezitationen und anderen Ăbersetzungen) und bei islam.de
⢠Ahmad von Denffer: Koran auf Deutsch. Auf koran-auf-deutsch.de.
⢠Koranßbersetzung der Ahmadiyya Muslim Gemeinde (s. o.)
Ăbertragungen ins Englische
⢠Ăbersetzung ins Englische von George Sale, London 1734, e-Text im Project Gutenberg
Weblinks
Commons
: KoranĂźbersetzungen
â Sammlung von Bildern
⢠Murtaza Karim-nia: Bibliography: European Studies on Translation of the Holy Qur'an
Einzelnachweise
cite-note-11. â Dazu sagt der Korantext Ăźber sich selbst: âEr ist es, der die Schrift auf dich herabgesandt hat. Darin gibt es (eindeutig) bestimmte Verse (w. Zeichen) â sie sind die Urschrift â und andere, mehrdeutige.â (Sure 3, Vers 7 Ăbersetzung Rudi Paret).
cite-note-22. â Schriften zum Islam von Arethas und Euthymios Zigabenos und Fragmente der griechischen KoranĂźbersetzung. Griechisch-deutsche Textausgabe von Karl FĂśrstel (Corpus Islamo-Christianum, Series Graeca, 7), Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2009.
cite-note-33. â Vgl. Thomas E. Burman: Reading the Qurâan in Latin Christendom, 1140â1560. Philadelphia 2009; Reinhold F. Glei (Hrsg.): FrĂźhe KoranĂźbersetzungen. Europäische und auĂereuropäische Fallstudien. Trier 2012; Maurice Borrmans: Ludovici Marracci et sa traduction latine du Coran. In: Islamochristiana 28, 2002, S. 73â86.
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cite-note-3333. â Leseprobe der Ăbersetzung von Hans Zirker@1@2Vorlage:Toter Link/81.201.103.204 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂźfe den Link gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
cite-note-342. StadtBibliothek KÜln@1@2Vorlage:Toter Link/e-ausleihe.stbib-koeln.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prßfe den Link gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
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cite-note-4343. â Angelika Neuwirth (Hrsg.): Der Koran. Band 1: FrĂźhmekkanische Suren. Poetische Prophetie. Handkommentar mit Ăbersetzung von Angelika Neuwirth. Verlag der Weltreligionen, Berlin 2011, ISBN 978-3-458-70034-0. Band 2/1: FrĂźhmittelmekkanische Suren. Verlag der Weltreligionen, Berlin 2017.
cite-note-4444. â Angelika Neuwirth: Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang. Verlag der Weltreligionen, Berlin 2010, ISBN 978-3-458-71026-4.
cite-note-4545. â Juliane Kaune: Fritz-Behrens-Stiftung / Zwei wichtige Forscherpreise aus Hannover. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) vom 13. Oktober 2010 (online (Memento des Originals vom 24. August 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.haz.de, abgerufen am 7. März 2013)
cite-note-4646. â Zweyte verbesserte Ausgabe
cite-note-4747. â Der Originaltext ist fortlaufend und enthält nicht die hier in der Wikipedia vorgenommene Versgliederung. Anmerkung t) im Originaltext: âDie Nacht der Herrlichkeit, die Nacht der Macht. Man weiĂ nicht, wo diese Sure geoffenbahrt seyn soll.â
cite-note-4848. â Der Originaltext ist fortlaufend und enthält nicht die hier in der Wikipedia vorgenommene Versgliederung.
cite-note-4949. â Der Koran by Maulana Sadr-ud-Din (Memento des Originals vom 21. Dezember 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aaiil.org, 1. Auflage 1939; 2. unveränderte Neuauflage 1964; 3. unveränderte Neuauflage 2006
cite-note-5151. â Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland (Memento vom 17. November 2010 im Internet Archive) Kuran-i Kerim
cite-note-5252. â islam.de Arabische Schrift und Sprache (Memento vom 3. Januar 2008 im Internet Archive) Al-Islam (Memento vom 24. Dezember 2007 im Internet Archive) Friedrich RĂźckert: Der Koran â 97. Sure (deutsche Ăbersetzung) im Projekt Gutenberg-DE
cite-note-5454. â Ahmad Milad Karimi (Ăbers.): Der Koran. Herder, Freiburg, 2009. ISBN 978-3-451-30292-3, S. 514